Hexen gibt's doch gar nicht!

Autorin - Wahrsagerin - spiritueller Coach

- Die Berliner Hexe-

tefanie Gralewski

Logo von der Berliner Hexe Stefanie Gralewski

Hexen gibt's doch gar nicht!

 

Oder doch?

Ich bin Stefanie Gralewski –

eine Hexe.

 

So wie die Dame, die mir hier im Aufenthaltsraum eines TV-Senders zunächst noch freundlich lächelnd die Hand gereicht hat, reagieren viele Menschen auf mich. Die meisten zucken kurz zurück und befürchten, sie würden in blitzenden Rauchwolken zu einem Frosch verhext, sobald sie etwas Falsches sagen.

 

Doch wovor erschrecken die Leute? Und was ist eine Hexe eigentlich genau? Ist eine Hexe gar mit dem Teufel im Bunde? Diese Fragen und noch viel mehr möchte ich hier gern beantworten.

Es gibt keine festgelegte Ausbildung zur Hexe.

 

Es gibt weder eine allgemeingültige Erklärung (und jedes zu diesem Thema veröffentlichte Buch hat wohl eine andere Definition), noch gibt es eine geregelte Ausbildung oder gar Zertifikate. Hexe zu sein ist meiner Meinung nach einfach ein Lebensgefühl, dass sich kaum in Worte fassen lässt. Ich möchte hier dennoch erklären, was ich darunter verstehe.

Der Blick meines Gegenübers wird starr.

Misstrauisch beäugt die Dame mich, nachdem ich mich vorgestellt habe. Ihre Gesichtszüge sagen irgendetwas zwischen „gibt’s doch gar nicht!“ und „Tu mir nichts!“

Stefanie Gralewski - die Berliner Hexe
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Woher kommt das Wort Hexe?

 

Seit mehr als 15 Jahren suche ich in den verschiedensten Quellen nach den historischen Ursprüngen der Hexerei und versuche, meine Ergebnisse und Erkenntnisse mit meinen eigenen Fähigkeiten, Ansichten und Talenten in Einklang zu bringen.

Das Wort "Hexe" stammt vom mittelhochdeutschen „hecse“ bzw. vom althochdeutschen „hagzisse“ ab. Hier kommt uns vielleicht der Wortstamm „hag“ von Worten wie „Hagebutte“ bekannt vor. „Hag“ bedeutet soviel wie Zaun oder Hecke.

 

Mit Hexe ist also jemand gemeint, der auf einer Hecke oder einem Zaun sitzt, scheinbar „reitet“. Und ehrlich gesagt, mag ich dieses Bild sehr gern. Wenn ich mir vorstelle, das ich auf einem Zaun sitze, der die Welten trennt, dann passt das ganz gut zu meinem Leben. Mit dem einen Bein schaukle ich in der bodenständigen, diesseitigen Welt und mit dem anderen Bein in der jenseitigen, spirituellen Welt.

Foto für den Wandkalender 2018 - Fotograf Benjamin Nimtz, Model Penny Jiska Feigenbaum

Frauen wurden vor allem aus politischen Gründen unterdrückt.

 

Das ist übrigens auch der Grund, warum besonders in Großbritannien und den USA das moderne Hexenbild so stark mit dem Feminismus assoziiert wird. Als in den 1950er Jahren die letzten Gesetze gegen Hexerei gekippt wurden, fiel das mit der Stärkung der Frauenrechte zusammen und ergänzte sich auch zur religiösen bzw. spirituellen Selbstbestimmung der Frau. Doch viel geändert hat sich seitdem nicht. Starke, selbstbewusste Frauen werden immer noch argwöhnisch beäugt. Von der viel gepriesenen, aber dennoch nicht umgesetzten, Gleichbehandlung mal ganz abgesehen.

Mittelaltermarkt mit meiner besten Freundin und keltischen Priesterin Claudia Winter - Anwen

Hexen haben einen äußerst starken Freiheitsdrang.

 

Sie fühlen sich nicht wohl, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Egal, ob es sich hier um Zeitdruck, eine enge Wohnung oder traditionelle bzw. religiöse Einschränkungen handelt. So manch einen zieht es in die Einsamkeit der Natur. Andere fühlen sich in einer Gruppe Gleichgesinnter geborgen. Eine Hexe sucht nach Erfüllung und Selbstverwirklichung auf eigenen Wegen, in eigenem Tempo und in Selbstbestimmung. Viele Hexen haben einen ungeheuren Wissensdurst, der dafür sorgt, dass sie gute und aufmerksame Zuhörer sind und oft Unmengen an Büchern verschiedenster Themenbereiche besitzen. Daher werden Hexen manchmal missverstanden und neugierig genannt. Doch es ist viel mehr!

Alle Religionen - so unterschiedlich sie auch sein mögen - schöpfen aus der gleichen Quelle.

Hexen können alles oder nichts tun.

 

Sie können sich mit Magie, Kräutern, Weissagungen, Meditationen, Göttern und Ritualen befassen – aber sie müssen es nicht. Es ist nicht Bedingung, all das zu tun um eine Hexe zu sein. Die Bezeichnung sagt außerdem weder etwas darüber aus, ob die Person männlich oder weiblich ist, noch ob sie ein böser oder ein guter Mensch ist. Die Bezeichnung sagt nur, dass diese Person weiß, dass es noch eine andere Welt gibt als die diesseitige, sichtbare.

Illustration aus dem Hexenkalender 2017 - gezeichnet von Nelly Polychronidis

Wie entstand nun die Hexenverfolgung?

 

Zunächst einmal: Die Hochzeit der Hexenverfolgung fand nicht etwa im finsteren Mittelalter statt, sondern im 16. und 17. Jahrhundert. Erst 1944 wurde in Großbritannien die letzte Frau wegen Hexerei ins Gefängnis gesperrt!

 

Die ganze Hexenverfolgung früher (und auch heute noch), geht auf eine einzige Bibelstelle zurück. Im Alten Testament, 2. Buch Mose (Exodus), Kapitel 22, Vers 17 steht: „Die Zauberinnen sollst Du nicht am Leben lassen.“ (Lutherbibel, Ausgabe von 1984). Im hebräischen Originaltext ist jedoch anstelle des Wortes „Zauberinnen“ (in manchen Übersetzungen „Hexe“) das Wort „kasepha“ zu finden. Dieses Wort bedeutet eigentlich „Priesterin“.

 

Und spätestens jetzt erkennt man das politische Geschehen hinter der Hetzjagd. Weibliche Priesterinnen, die in vorchristlichen Zeiten einen hohen gesellschaftlichen Stand hatten, passten nicht in die patriarchalen (männerdominierenden) Strukturen der ersten (und auch späteren) Christen.

Hexen früher und heute

Woran erkennt man eine Hexe?

 

Auch das scheint einigen Menschen Kopfzerbrechen zu bereiten. Man erkennt sie nicht an ihrer Kleidung, an ihrem Schmuck oder an ihrem Lebensstil. Man kann eine Hexe gar nicht erkennen. Sie erkennt sich nur selbst als solche. Und das ist wichtig, denn eine Hexe kann man nicht werden. Sie können zwar verschiedene Handwerke lernen, die dem Klischee nach zu Hexen passen könnten (Karten legen, Rituale ausführen, Kräuter sammeln) oder auch eine Ausbildung zur Priesterin abschließen – aber eine Hexe macht das noch nicht aus Ihnen.

 

Entweder man ist es oder man ist es nicht. Das hat nichts mit elitärem Denken oder Arroganz zu tun. Es bedeutet auch nicht, dass eine Hexe besser wäre, als andere Menschen – aber eben auch nicht schlechter. Viele entdecken leider erst spät, dass in ihnen das Hexen-Gefühl steckt. Den meisten wurde noch in der Kindheit Feinfühligkeit, spirituelles Talent und der Wunsch nach Selbstbestimmung aberzogen.

An der Nordsee schöpfe ich Kraft

Eigentlich sind Hexen Forscher.

 

Wir versuchen die Zusammenhänge in der Welt und im Kosmos zu ergründen – wissenschaftlich, historisch, spirituell. Auch darum sind wir gute Ratgeber in schwierigen Lebenssituationen.

 

Um eine Hexe zu sein ist es nicht nötig, einer bestimmten Religion anzugehören. Es gibt heidnische bzw. pagane Hexen, die sich ganz allgemein vorchristlichen Göttern und Göttinnen nahe fühlen. In den USA und in Großbritannien (zeitweise auch in Deutschland) wurde das sogenannte Hexentum gleichgesetzt mit den Wicca. Wicca ist eine Mysterientradition, die sich in den 1950er Jahren von England aus gen USA ausbreitete. Einige Hexen sind Wicca, die meisten jedoch nicht. Es gibt ebenso christliche, buddhistische und sogar muslimische Hexen. Und natürlich gibt es auch atheistische Hexen, also solche, die an keine Götter glauben.

Stefanie Gralewski mit Hexe in Ausbildung Nelly Polychronidis

Erkennen Sie sich hier vielleicht sogar wieder?

 

Dann sind Sie vielleicht eine Hexe. Dann sind Sie vielleicht eine sehr alte Seele, die sich nach Spiritualität und Wissen sehnt. Sie dürfen natürlich eine Bezeichnung finden, die zu Ihnen passt. Eine Bezeichnung, die Sie als passend empfinden. Ob Sie sich nun Hexe, PriesterIn, SchamanIn, Medium oder WeiseR nennen, ist letztlich völlig egal. Ob Sie sich in einer Religion zu Hause fühlen oder eine wilde Mischung bevorzugen, liegt ebenso in Ihren Händen. Vielleicht finden Sie, dass nichts so richtig passt. Dann bleiben Sie doch einfach bei der Bezeichnung Mensch. Oder Sie erfinden einfach ein Wort.

 

Vielleicht erkennen Sie sich hier nicht wieder?

 

Dann sehen unsere Leben einfach etwas anders aus. Ist diese Vielfalt an Möglichkeiten nicht wunderbar? Finden Sie einen Weg, der Sie glücklich macht. In einer Beratung helfe ich Ihnen dabei! Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin telefonisch unter 030-95619248. Ich freue mich auf Sie!